Antigenschnelltests auf SARS-CoV-2 in der Apotheke:

Allgemeines und Zweck der Testdurchführung

Antigenschnelltests (auch als Point-of-Care-Tests, PoC-Tests bezeichnet) sind außerhalb eines Labors durchführbar. Das Ergebnis liegt schon nach 15 bis 30 Minuten vor. Sie sind deshalb für Situationen geeignet, in denen ein schnelles Ergebnis wichtig ist, um Infektionsketten mit dem Covid-19-Virus durch gezielte Isolierung der infizierten Person und ihre engsten Kontaktpersonen zu unterbrechen.

Der Antigenschnelltest ist nicht zu verwechseln mit dem PCR-Test (PCR = polymerase chain reaction, Polymerase-Kettenreaktion), der in Laboren ausgewertet wird. Der Schnelltest benötigt aufgrund seiner geringeren Empfindlichkeit eine höhere Viruslast. Dies ist in der präsymtomatischen (1-3 Tage vor Symptombeginn) und frühen symptomatischen Phase der Erkrankung innerhalb der ersten 5-7 Tage vor Beginn der Antikörperbildung der Fall. Bei Personen, bei denen der Symptombeginn länger als 7 Tage zurückliegt, sind eine geringere Viruslast und damit verbunden falsch negative Ergebnisse der Antigentests wahrscheinlicher.

Zu beachten ist ebenfalls, dass das Testergebnis nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Probenahme widerspiegelt. Positive Testergebnisse müssen unbedingt durch einen PCR-Test bestätigt werden. Ein negatives Testergebnis bedeutet nicht, dass eine COVID-19-Infektion sicher ausgeschlossen werden kann. Das Ergebnis stellt lediglich den Gesundheitsstatus zum Zeitpunkt der Testdurchführung dar.

Voraussetzungen der zu testenden Person

Wir testen ausschließlich symptomfreie Personen.

Sollten Sie an Symptomen leiden, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten und/oder hatten Sie in den letzten 10 Tagen Kontakt zu einer positiv getesteten Person, kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt. Ein möglicher Kontakt bezieht sich auf einen sogenannten K1-Kontakt nach Robert-Koch-Institut (ab 15 Minuten zusammen in einem geschlossenen Raum, Abstand unter 2 Meter). In diesem Fall wird ein PoC-Antigentest auf SARS-CoV-2 in der Apotheke nicht durchgeführt.
Typische Symptome, nach derzeitigem Kenntnisstand (Dezember 2020) sind:

  • Husten,
  • Fieber,
  • Schnupfen,
  • Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns,
  • Halsschmerzen
  • Kopf- und Gliederschmerzen

 

Eine Terminvergabe ist zwingend erforderlich.
Sie unterschreiben vor Ort oder im Vorfeld eine Einverständniserklärung zur Datenspeicherung.

Ablauf des Schnelltests:

  • Sie werden vor Ort oder im Vorfeld über die genaue Testdurchführung und die Risiken bei der Testdurchführung aufgeklärt und unterschreiben eine Datenschutzerklärung. Bitte halten Sie hierzu einen Ausweis bereit, der Ihre Identität und Anschrift eindeutig bestätigt.
  • Die Probenahme erfolgt bevorzugt im eigenen Auto durch das Fenster oder im Beratungsraum vor dem offenen Fenster, um die Aerosollast im Raum zu verringern.
  • Zur Probenahme wird ein Wattestäbchen ca. 5- 6 cm tief in die Nase eingeführt.
  • Nach 15 bis 30 Minuten liegt das Ergebnis vor.
  • Sie werden umgehend auf dem vorher vereinbarten Informationsweg über das Testergebnis informiert.
  • Bei einem negativen Testergebnis geben wir Ihnen Ihre unterschriebene Datenschutzerklärung sofort wieder mit, bei einem positiven Testergebnis informieren wir Ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Kosten:
Die Durchführung und der Schnelltest kosten zusammen € 30,00 pro Test.

Meldepflicht der Apotheke gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 5 IfSG

Die Apotheke ist verpflichtet, jeden positiven Test auf SARS-CoV-2 namentlich innerhalb von 24 Stunden dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Gemäß § 9 Infektionsschutzgesetz (IfSG) umfasst die Meldung dabei folgende Angaben zum Getesteten:

  • Name und Vorname,
  • Geschlecht,
  • Geburtsdatum,
  • Anschrift der Hauptwohnung oder des gewöhnlichen Aufenthaltsortes,
  • weitere Kontaktdaten,
  • Art des Untersuchungsmaterials,
  • Nachweismethode,
  • Untersuchungsbefund,
  • Tag der Untersuchung.

Bei der Durchführung des PoC-Antigentests auf SARS-CoV-2 wird ein Nasopharyngealabstrich durchgeführt. Dafür wird die Probe durch einen Abstrich mittels eines in die Nase eingeführten Wattestäbchens genommen. Auch bei sorgfältiger Durchführung kann es in Einzelfällen zu Verletzungen, wie leichten Blutungen oder Reizungen kommen. Ist der Antigentest positiv, hat der Getestete unverzüglich ein PCR-Test durchführen zu lassen und sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Im Falle eines positiven Testergebnisses ist die Apotheke verpflichtet, das Testergebnis namentlich dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Ein negatives Testergebnis bedeutet nicht, dass eine COVID-19-Infektion sicher ausgeschlossen werden kann. Das Ergebnis stellt lediglich den Gesundheitsstatus zum Zeitpunkt der Testdurchführung dar.

Mehr Informationen finden sie auf der Seite des Robert Koch Instituts und auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums